Hardware

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Mehrere Computer an einem DSL-Anschluss

In diesem Abschnitt soll kurz aufgezeigt werden, wie man mehrere Computer an einen DSL-Anschluss anschließen kann.

Es gibt mehrere mögliche Lösungen, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen:

  1. In jedem der Rechner ist eine Netzwerkkarte eingebaut, welche mit einem Hub/Switch verbunden ist. Das Modem wird auch mit dem Hub verbunden. Auf jedem der Rechner wird ganz normal die Treiber- und Einwahlsoftware installiert. Damit kann jeder Rechner unabhängig von den anderen ins Internet.

    Vorteil: billig, einfache Installation, kein Rechner muss dauernd eingeschaltet sein.

    Nachteil: Rechner können üblicherweise nur abwechselnd ins Internet (funktioniert manchmal auch gleichzeitig, aber das ist nicht die Regel und man sollte nicht darauf bauen.)

  2. In einen der Rechner werden 2 Netzwerkkarten eingebaut (das wird der Router), und in allen anderen Rechnern jeweils eine. Eine Netzwerkkarte des Router-PCs wird mit dem Modem, und die andere mit einem Hub verbunden. Alle andern Rechner werden nur mit dem Hub verbunden. Auf dem Router-PC wird ganz normal die Treiber- und Einwahl-Software installiert, auf den Clients nur das TCP/IP-Protokoll. Auf den Clients wird der Router-PC als Default-Gateway eingestellt, und auf dem Router-PC muss eine geeignete NAT-Router-Software installiert werden (ICS, WinRoute, unter Linux Kerneloption und Masquerading aktiviert). Der Router baut die Verbindung ins Internet auf und reicht sie an die Clients weiter.

    Vorteil: recht billig, Router-PC kann Serverdienste erledigen, alle Rechner gleichzeitig im Internet.

    Nachteil: ziemlich umständlich zu konfigurieren, der Router-PC muss dauernd eingeschaltet sein, Serversoftware auf den Clients ist nur auf Umwegen (Portmapping) ans Funktionieren zu bringen.

  3. Hardwaremässig wie 2. eingerichtet, nur dass auf dem Router-PC keine Router-Software, sondern ein Proxy (Wingate, Jana-Server, Squid) installiert ist und dass auf den Clients der Proxy-PC nicht als Default-Gateway eingetragen wird.

    Vorteil: wie 2.

    Nachteil: wie 2., zusätzlich kommt noch hinzu, dass Software ohne die Möglichkeiten zur Einstellung eines Proxy nicht (oder nur auf schweren Umwegen) ins Internet connecten kann.

  4. Ein Hardware-Router. Im Grunde dasselbe wie 2., nur dass der Router-PC wegfällt.

    Vorteil: wie unter 2., mit Ausnahme der Serverdienste, da m.W. keiner der Hardwarerouter selbst Serverdienste bietet (man kann nur Ports auf Clients mit Serverdiensten umleiten).

    Nachteil: Serversoftware auf den Clients ist nur auf Umwegen (Portmapping) ans Funktionieren zu bringen.


Anmerkung: Bei den Lösungen 2 und 3 kann der Hub entfallen, wenn nur 2 PCs ins Internet sollen. Dann sind die PCs untereinander mit einem Crosslink-Kabel zu verbinden.


Worin besteht der Unterschied zwischen einen HUB und einem SWITCH?

HUB:


Es gibt drei verschiedenen Geschwindigkeiten:

  1. 10er=10mbit/s.
  2. 100er=100mbit/s.

    WICHTIG: Hier sind die Geschwindigkeiten festgelegt.

  3. 10/100er multispeed

    Hier wird die gesamte Geschwindigkeit nach dem langsamsten Gerät festgelegt.


Alle Daten gehen bei einem Hub immer an alle Ports (wie eine Verteilerdose) und nur jenes Gerät, welches die Daten benötigt, nimmt sich diese, daher teilen sich die Geräte abhängig von der Anzahl der Geräte die jeweilige Netzwerkbandbreite, weil nur immer ein Gerät gleichzeitig senden kann.


SWITCH:


Ein Switch ist im vergleich zu einem Hub ein "schlaues" Gerät. Er merkt sich von jedem angeschlossenem Gerät die Hardware-Adresse (MAC-Adresse) und weist nun jedem Gerät seine Daten direkt zu. Er verbindet somit die Geräte direkt miteinander (Ports werden zusammengeschaltet). Dadurch können sich mehrere Geräte gleichzeitig unterhalten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass auch die Geschwindigkeit zu dem jeweiligen Port angepaßt wird (n-way switch), sprich mal 100mbit/s innerhalb des Netzes oder 10mbit/s zum DSL-Modem. Und noch ein weiterer Vorteil: Die Ports können denn auch in fullduplex (zweifache Geschwindigkeit) laufen, d.h. senden und empfangen gleichzeitig (abhängig von der Hardware).

Da Switche inzwischen so billig geworden sind und der Preisunterschied kaum noch der Rede wert ist, sollte man sich heute kein Hub mehr zulegen, es sei denn, es ist zwingend erforderlich.

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